ALUMNI: Alumni Interview mit Johannes Chun

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Name

Johannes Chun

Schulzeit an der GESS

1992 – 2001

Abschlussjahr

2001

Wie ging es nach deiner Zeit an der GESS für dich weiter?


Nach meinem Abitur bin ich nach Deutschland „zurückgekehrt“ (das ich zu jener Zeit nicht als mein Zuhause oder mein Land angesehen habe). An der TU Darmstadt studierte ich Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Informatik und machte 2007 meinen Abschluss.

Sofort nachdem ich meine Diplomarbeit eingereicht hatte – und damit vor meinem eigentlichen Abschluss – bin ich für einen 6-monatigen Sprachkurs nach Peking gegangen. Ich habe dort intensiv Mandarin gelernt und meine Sprachkenntnisse waren danach ziemlich gut, leider ist davon nach 13 Jahren ohne Übung nicht mehr viel übrig.

Ein weiteres Mal kehrte ich nach Deutschland zurück, und Ende 2007 begann ich meine Karriere bei Accenture in Frankfurt. Ich arbeitete 10 Jahre lang als IT-Berater und SAP-Projektmanager an Projekten in ganz Europa. Tatsächlich arbeitete ich sogar erst in meinem vierten Jahr an einem Projekt in Deutschland und das nur für ein paar Monate, bevor mich wieder das Fernweh packte und ich – als sich die Gelegenheit ergab – ein Projekt übernahm, das mich nach Großbritannien und sogar nach Indien führte.

2015 beschlossen meine Familie und ich nach Indonesien umzuziehen. 2017 verließ ich Accenture und folgte meiner Leidenschaft, anderen Menschen dabei zu helfen gesünder, fitter und besser zu werden: Ich gründete meine eigene Fitness-Gemeinschaft Kinsei-Do und leitete dort Gruppen-Outdoortrainings und Privattraining.

Da ich feststellte, dass ich meine Leidenschaft mit einem „regelmäßigen“ Job ausgleichen musste, fing ich als Enterprise Development Manager an der British School Jakarta an. In dieser Rolle arbeiten mein Team und ich daran, das Geschäfts- und Marketingpotzenzial der Schule über die Kernaufgabe (das Pädagogische natürlich) hinaus zu maximieren.

Beruf

  • Enterprise Development Manager, British School Jakarta
  • Gründer und Cheftrainer, Kinsei-Do Functional Fitness

Woran erinnerst du dich besonders gerne, wenn du an deine Zeit an der GESS denkst?


An viel zu viele schöne Dinge um hier von allen erzählen zu können. Meine Zeit in der Oberstufe war die beste Zeit meines Lebens. Bis heute sind einige meiner engsten Freunde Leute, die ich damals vor über 20 Jahren an der DSS kennengelernt habe und mit denen ich unzählige wundervolle Erinnerungen verbinde. All die Erlebenisse, von der Teilnahme an den Südostasienspielen zwischen 1997 und 2000, über die verschiedenen Klassenfahrten nach Tioman und Hanoi bis hin zu all den „normalen“ Dingen wie Fußballspielen am Institute of Physical Education (a.k.a. PE) an Freitagabenden, können nur als goldene Ära beschrieben werden!

Was vermisst du am meisten an deiner Zeit an der GESS?


Wie fast alle großartigen Erinnerungen, sind auch meine Kindheitserinnerungen in Singapur von den Leuten geprägt, mit denen ich diese Erinnerungen teile!


Was vermisst du am meisten an Singapur und deinem Leben hier?


Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht auf irgendeine Art und Weise an Singapur denke oder mir wünsche ich wäre dort, auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass das heutige Singapur ganz anders ist als das Singapur der 90er Jahre (sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht). Nun, wo ich in Indonesien lebe und eine Familie habe, vermisse ich wahrscheinlich das bequeme Leben in Singapur am meisten. Die Straßen sind sicher, öffentliche Verkehrsmittel sind großartig und die Luft ist sauber. Es sind diese kleinen Dinge, die man für selbstverständlich hält, bis man sie nicht mehr hat.

Hast du Lieblingsorte in Singapur?


Es ist schwer nur ein paar Orte zu nennen, aber ich liebe auf jeden Fall das Bukit Timah Nature Reserve und das Condominium, in dem wir gewohnt haben und in dem meine Eltern immer noch leben. Mich verbinden so viele tolle Erinnerungen mit diesem Ort!

Von all den Neuerungen, die eingeführt wurden, nachdem ich Singapur in 2001 verlassen habe, gefällt mir besonders der gesamte Marina Bay-Bereich, in dem man laufen und spazieren gehen kann oder einfach draußen Zeit mit der Familie verbringen kann.

Hat deine Zeit in Singapur und an der GESS dein weiteres Leben geprägt und beeinflusst?


Absolut! Nachdem ich Singapur 2001 verlassen habe, vermisste ich es so sehr, dass ich fast jedes Jahr während meiner Semesterferien zurückgekehrt bin und 2002 dort meine Frau kennengelernt habe! Mein ganzes Leben sähe also sonst jetzt ganz anders aus!


Was hast du während deiner Zeit an der GESS gelernt, dass du damals noch nicht wertschätzen konntest, jetzt aber als wertvolle Erfahrung betrachtest?


Dass der Besuch einer internationalen Schule, in der jeder Schüler und jede Schülerin wertgeschätzt und betreut wird, in der dein Supportnetzwerk aus Freunden und Mitgliedern der Gemeinschaft zwar klein ist, aber alle fest zusammenhalten, ein absolut unglaubliches Privileg ist, dass man nicht als selbstverständlich ansehen darf.

Hast du Ratschläge oder Erfahrungen, die du gerne mit den derzeitigen Schülerinnen und Schülern der GESS teilen würdest?


Ihr könnt es vielleicht gerade noch nicht sehen, aber ihr seid an einer der besten Schulen in einem der großartigsten Länder/einer der großartigsten Städte der Welt, versucht also jeden Tag zu genießen und das Beste aus eurer Zeit dort zu macahen! Seid dankbar für die kleinen und großen Dinge, für die Höhepunkte, aber auch die Herausforderungen und Rückschläge, weil das Leben so unvorhersehbar ist, aber ihr erhaltet die bestmöglichen Grundlagen um in die Welt hinauszugehen und einen großen Eindruck zu hinterlassen!

Du gehörst auch zu den GESS Alumni und möchtest gerne deine Erinnerungen an deine Zeit hier mit uns teilen? Bitte schicke uns eine E-Mail an alumni@gess.sg, wir freuen uns darauf dich kennenzulernen!

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